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Beauftragtes Kunstwerk muss auch dann bezahlt werden, wenn es nicht gefällt

Ein recht interessantes Urteil hat das Arbeitsgericht München gefällt (http://openjur.de/u/270396.html). In diesem Fall hat “die Beklagte”, wie das immer so schön heißt, eine Kunstinstallation bestellt, die ihr zum Schluss nicht gefallen hat. Also wollte sie nicht nur nicht bezahlen, sondern auch gleich noch den Vorschuss zurück. Der Klager dagegen wollte natürlich den Rest der ausstehenden Vergütung auch noch haben – und bekam recht.

Wer darin jetzt einen Freifahrschein für Künstler sieht, irrt aber dann doch. Das Gericht begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass ein Auftraggeber sich vorher mit den “künstlerischen Eigenarten und Auffassungen eines Künstlers vertraut machen müsse. Der Gestaltungsfreiheit des Künstlers entspricht das Risiko des Bestellers ein Werk abnehmen zu müssen, das ihm nicht gefällt.”

Risiko Auftragsarbeit – hier verlieren alle

Auch wenn in diesem Fall der Künster (bzw. die Künstlerberatung) den Fall gewonnen hat, ist so etwas einfach eine ungute Geschichte, bei der eigentlich alle unzufrieden aus der Sache rausgehen. Der Auftraggeber sowieso, aber auch der Künstler hat einen Ruf zu verlieren und darüber hinaus eine Menge Ärger gehabt. Eine künstlerische Auftragsarbeit ist und bleibt ein Risiko. Man kann hier im Interesse beider Seiten nur raten vorher die Ziele der Arbeit möglichst klar vertraglich festzulegen und auch während der Entstehung des Werkes möglichst eng miteinander zusammen zu arbeiten. Denn richtig glücklich sind alle erst dann, wenn das Kunstwerk dem Auftraggeber auch gefällt.

Weitere Quelle: http://www.dr-bahr.com

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1 Kommentar
  1. von roman liberty
    24. April 2012 at 23:34

    war irgendwie klar


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